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<title>Majorian</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Majorian</span></h1>
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<p><b>Flavius Iulius Valerius Maiorianus</b> (deutsch <i>Majorian</i>; * um <a href="425" title="425">425</a>; † <a href="7._August" title="7. August">7. August</a> <a href="461" title="461">461</a> in <a href="Tortona" title="Tortona">Dertona</a>) war von 457 bis 461 <a href="Westr%C3%B6misches_Reich" title="Weströmisches Reich">weströmischer Kaiser</a>.
</p><p>Als ein führender Militär des Reiches entmachtete er seinen Vorgänger <a href="Avitus" title="Avitus">Avitus</a> mithilfe des Generals <a href="Ricimer" title="Ricimer">Ricimer</a>. Einen Großteil seiner Regierung verbrachte er auf Feldzügen, mit denen er die Autorität des zerfallenden Weströmischen Reiches wiederherstellen wollte. So verteidigte er <a href="Italien" title="Italien">Italien</a> gegen die <a href="Vandalen" title="Vandalen">Vandalen</a> und gliederte <a href="Gallien" title="Gallien">Gallien</a> und <a href="Hispanien" title="Hispanien">Hispanien</a> wieder in das Reich ein. Sein großes Vorhaben, das römische <a href="Africa" title="Africa">Africa</a> von den Vandalen zurückzuerobern, scheiterte jedoch und in der Folge wurde er von Ricimer entmachtet und hingerichtet.
</p><p>Bleibenden Eindruck auf die Nachwelt hinterließ er durch seine umfangreiche Gesetzgebung, mit der er das Reich und das Kaisertum strukturell stärken wollte, sein persönliches militärisches Engagement und sein umgängliches Auftreten gegenüber der senatorischen Oberschicht. Rückblickend bezeichnete ihn der oströmische Geschichtsschreiber <a href="Prokopios_von_Caesarea" title="Prokopios von Caesarea">Prokopios</a> als „Herrscher, der sämtliche römische Kaiser, die jemals den Thron innehatten, durch gute Eigenschaften aller Art übertraf“.<sup id="cite_ref-Prokop_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Prokop-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herkunft_und_frühe_Laufbahn"><span id="Herkunft_und_fr.C3.BChe_Laufbahn"></span>Herkunft und frühe Laufbahn</h2></div>
<p>Angesichts der schlechten Quellenlage lassen sich die Lebensläufe der meisten Akteure des fünften Jahrhunderts kaum oder gar nicht nachvollziehen. Majorian stellt hier eine glückliche Ausnahme dar: Er ist einer der wenigen Fälle, in denen sich Herkunft und Leben vor der Kaisererhebung weitgehend rekonstruieren lassen. Dieser Umstand ist vor allem zwei antiken Autoren zu verdanken: Zum einen dem oströmischen Geschichtsschreiber <a href="Priskos" title="Priskos">Priskos</a>, zum anderen dem <a href="Gallor%C3%B6mische_Kultur" title="Gallorömische Kultur">gallorömischen</a> Senator <a href="Sidonius_Apollinaris" title="Sidonius Apollinaris">Sidonius Apollinaris</a>. Letzterer kannte Majorian persönlich und verfasste um das Jahr 459 eine <a href="Panegyrikus" title="Panegyrikus">Lobrede</a> auf ihn. Aufgrund mangelnder Alternativen sind Historiker weitgehend auf ihre Angaben angewiesen.
</p><p>Der aus dem lateinischen <a href="Illyrien" title="Illyrien">Illyricum</a> oder Norditalien stammende Römer Majorian wurde um 425 geboren. Der wichtigste Anhaltspunkt für das Geburtsdatum ist die Tatsache, dass Sidonius Apollinaris ihn 458 noch als <i>iuvenis</i>, also jungen Mann, bezeichnet. Er stammte aus der <a href="Magister_militum#Der_„Militäradel“" title="Magister militum">Militärelite des Reiches</a>. Sein <a href="Maiorianus_(Heermeister)" title="Maiorianus (Heermeister)">gleichnamiger Großvater</a> diente als <i><a href="Magister_militum" title="Magister militum">magister militum</a> praesentalis</i> und war als solcher 379 bei der Ausrufung von <a href="Theodosius_I." title="Theodosius I.">Theodosius I.</a> in <a href="Sirmium" title="Sirmium">Sirmium</a> anwesend.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Tochter des älteren Majorian heiratete den aus Ägypten stammenden Offizier Domninus, der dem mächtigen weströmischen Heermeister <a href="Flavius_A%C3%ABtius" title="Flavius Aëtius">Flavius Aëtius</a> als <i><a href="Domesticus_(R%C3%B6misches_Reich)" title="Domesticus (Römisches Reich)">domesticus</a></i> diente.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Majorian war, soweit bekannt, das einzige Kind der beiden.
</p><p>Majorian schlug ebenfalls eine militärische Laufbahn ein. Wie sein Vater diente er Aëtius und begleitete diesen auf dessen Feldzug gegen den <a href="Salfranken" title="Salfranken">salfränkischen</a> <i><a href="Rex_(Titel)" title="Rex (Titel)">rex</a></i> <a href="Chlodio" title="Chlodio">Chlodio</a>. Dabei soll er sich bei der Verteidigung der Stadt <i>Turonensis</i> (heute: <a href="Tours" title="Tours">Tours</a>) besonderen Ruhm erworben haben. Bei der 447/478 geschlagenen Schlacht bei Vicus Helena führte er persönlich die Kavallerie an und erstürmte die Brücke, während Aëtius sich im Hintergrund hielt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Durch seine Leistungen gewann er die Aufmerksamkeit des weströmischen Kaisers <a href="Valentinian_III." title="Valentinian III.">Valentinian III.</a>, der ihn als Ehemann für seine Tochter <a href="Placidia" title="Placidia">Placidia</a> in Betracht zog. Durch eine solche Verbindung wäre Majorian zum möglichen Thronfolger aufgestiegen. Aëtius sah damit allerdings seine eigenen ehrgeizigen Pläne in Gefahr und zwang Majorian laut Sidonius, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der weitgehend machtlose Kaiser Valentinian III. sah zuletzt keinen anderen Weg, den übermächtigen Heermeister Aëtius loszuwerden, als ihn 454 eigenhändig zu ermorden. Durch diese Tat verlor er aber bei weiten Teilen der Reichseliten an Rückhalt. Dennoch war nun der Weg frei für die Rückkehr Majorians, der vom Kaiser zum <i><a href="Comes_domesticorum" class="mw-redirect" title="Comes domesticorum">comes domesticorum</a></i> und damit zum Kommandeur der Garde ernannt wurde.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Majorian konnte aber nicht verhindern, dass der Kaiser nur wenige Monate später selbst einem Attentat zum Opfer fiel. Die Kaiserwitwe <a href="Licinia_Eudoxia" title="Licinia Eudoxia">Licinia Eudoxia</a> setzte sich in der Folge für Majorian als Nachfolger ein, konnte sich damit aber nicht durchsetzen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Stattdessen trat <a href="Petronius_Maximus" title="Petronius Maximus">Petronius Maximus</a> die Nachfolge an. Dieser scheint Majorian in seinem Amt bestätigt zu haben.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seine kurze Regierung endete allerdings mit der <a href="Pl%C3%BCnderung_Roms_(455)" title="Plünderung Roms (455)">Plünderung Roms durch die Vandalen 455</a>. Angeblich wollte Petronius Maximus aus der Stadt fliehen und die Bürger Roms ihrem Schicksal überlassen. Doch seine Verkleidung flog auf, und er wurde von einem wütenden Mob in Stücke gerissen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Aufstand_gegen_Avitus_und_Herrschaftsübernahme"><span id="Aufstand_gegen_Avitus_und_Herrschafts.C3.BCbernahme"></span>Aufstand gegen Avitus und Herrschaftsübernahme</h2></div>
<p>Die Nachfolge des Petronius Maximus trat der <a href="Gallor%C3%B6mischer_Senatsadel" title="Gallorömischer Senatsadel">gallorömische Aristokrat</a> <a href="Avitus" title="Avitus">Eparchius Avitus</a> an. Avitus hatte sich zuvor durch eine lange Karriere in der Verwaltung und (untypisch für die <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">Spätantike</a>, in der zivile und militärische Ämter meist recht strikt getrennt wurden) auch in der Armee ausgezeichnet. Avitus hatte zuvor die Regierung des Petronius Maximus unterstützt und in dessen Namen mit den <a href="Westgoten" class="mw-redirect" title="Westgoten">westgotischen</a> <i><a href="Foederaten" title="Foederaten">foederati</a></i> verhandelt. Nach dessen Tod drängten die Westgoten ihn, selbst nach dem Purpur zu greifen. Unterstützt von hochrangigen Mitgliedern der gallorömischen Aristokratie, darunter sein Schwiegersohn Sidonius Apollinaris, ließ Avitus sich dann am 9. Juli 455 zum Kaiser ausrufen. Avitus wurde auch von den italischen Eliten anerkannt und konnte ohne Schwierigkeiten in die alten Herzlande des Reiches ziehen. Er bestätigte Ricimer und Majorian in ihren Positionen, ernannte aber mit <a href="Remistus" title="Remistus">Remistus</a> einen General mit westgotischen Wurzeln zum <i><a href="Patricius" title="Patricius">patricius</a></i> und somit wohl auch zum obersten Heermeister.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Italien verlor Avitus schnell an Rückhalt. Seine gotischen <i>foederati</i>, für deren Bezahlung er angeblich die Bronze aus den Häusern Roms entfernen ließ, machten sich unbeliebt. Vor allem aber sahen wohl die italischen Eliten den Einfluss der gallorömischen Senatoren, die wichtige Ämter übernahmen, die traditionell ihnen zustanden, als Bedrohung.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ricimer und Majorian bündelten diese Unzufriedenheit und begehrten gegen Avitus auf. Sie töteten Remistus und besiegten Avitus im Oktober 456 in der blutigen Schlacht bei <i>Placentia</i> (heute: <a href="Piacenza" title="Piacenza">Piacenza</a>). Avitus wurde abgesetzt und wahrscheinlich zu Tode gehungert.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der westliche Hof blickte nun nach Osten und erbat in <a href="Konstantinopel" title="Konstantinopel">Konstantinopel</a>, der <a href="Byzantinisches_Reich" title="Byzantinisches Reich">oströmischen</a> Residenz, einen neuen Kaiser. Traditionell stand dem dienstältesten <i>Augustus</i> im Reich diese Entscheidung zu. Doch der oströmische Kaiser <a href="Markian" title="Markian">Markian</a> war zu diesem Zeitpunkt bereits schwer krank und starb am 27. Januar 457, so dass das Reich für kurze Zeit gar keinen Kaiser mehr hatte. <a href="Leo_I._(Byzanz)" title="Leo I. (Byzanz)">Leo I.</a> trat schließlich Markians Nachfolge im Osten an. So früh in seiner Regierung konnte dieser es sich nicht leisten, sich auf ein Abenteuer im Westen einzulassen. Deshalb ernannte er keinen neuen Kaiser, sondern versuchte nur, seinen eigenen Einfluss im Westen zu sichern. So erhob er Ricimer zum <i>patricius</i> und obersten Heermeister und auch Majorian wurde zum <i>magister militum</i> ernannt. Mit diesem Schritt legitimierte er die Revolte gegen Avitus und sicherte sich seine eigene Anerkennung.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der weströmische Hof wollte sich auf Dauer aber nicht von Konstantinopel regieren lassen und verlor die Geduld. Schlussendlich rief er mit Majorian seinen eigenen Kaiser aus. Die genaue Abfolge lässt sich im Einzelnen nicht mehr rekonstruieren, da uns widersprüchliche Quellenaussagen vorliegen. So wurde Majorian entweder bereits am 1. April oder erst am 28. Dezember 457 zum Kaiser ausgerufen. Der widersprüchliche Befund ist Teil einer langen Forschungsdebatte, die sich nicht einfach lösen lässt. Vielleicht wurde Majorian zunächst nur zum <i><a href="Caesar_(Titel)" title="Caesar (Titel)">Caesar</a></i> erhoben. Letztendlich spricht mehr dafür, im 28. Dezember den entscheidenden Termin für die Herrschaftsübernahme zu sehen.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Unabhängig vom genauen Zeitpunkt stellte Majorians Ausrufung eine Herausforderung für den Osten des Reiches dar. Dort konnte man ihn nicht einfach anerkennen, ohne an dem eigenen Anspruch der Seniorität zu rütteln. Wenn man ihn aber explizit nicht anerkannt hätte, wäre das einer Kriegserklärung gleichgekommen. Beides lag nicht im Interesse Leos I., und deshalb entschied er sich wohl für eine wohlwollende Neutralität. So traten Leo I. und Majorian gemeinsam den <a href="Consulat" class="mw-redirect" title="Consulat"> ordentlichen Konsulat</a> für das Jahr 458 an, Majorian wurde allerdings nie in den Gesetzen des oströmischen Kaisers erwähnt. Majorian nutzte seinerseits die Neutralität aus und behauptete einfach seine Anerkennung durch den Ostkaiser. Dadurch blieb die ideologische Einheit des Reiches bestehen.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kaiserherrschaft">Kaiserherrschaft</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Herrschaftsantritt_in_Italien">Herrschaftsantritt in Italien</h3></div>
<p>Mit seinem Amtsantritt übernahm Majorian eine schwierige Aufgabe. In den drei Jahren vor seiner Herrschaftsübernahme waren drei Regierungsbildungen gescheitert. Um Vertrauen in seine Regierung zu schaffen und Rückhalt in der Reichselite zu gewinnen, richtete Majorian seine erste <a href="Novelle_(Recht)" title="Novelle (Recht)">Novelle</a> an den Senat, in der er seine Herrschaftsprogrammatik verkündet. Der Text ist in seiner Art einzigartig.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Spätantike besaßen Gesetze häufig eine kommunikative Funktion;<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> selten jedoch stand die kommunikative Funktion derart im Vordergrund wie hier. Der Text weist zahlreiche Bezüge zur <a href="Prinzipat" title="Prinzipat">Prinzipatsideologie</a> auf, was für die Spätantike ungewöhnlich ist. In der Novelle erweist Majorian den Senatoren auffallend viel Respekt; er bezeichnet sich als einen der ihren und verkündet, keine Entscheidung ohne sie treffen zu wollen. Das ist nicht zuletzt deshalb bemerkenswert, weil Majorian Rom als Kaiser nie persönlich besuchte.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Des Weiteren kündigte er an, sich weiter als Heerführer betätigen zu wollen; das war ein Bruch mit dem Palastkaisertum, das sich spätestens nach dem Tode Theodosius I. in West- und Ostrom fest etabliert hatte.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Majorian wollte offenbar zu einem militärischen Kaisertum zurückkehren, eine Nahbeziehung zu den Soldaten etablieren und damit die Krise des Westreiches überwinden. In militärischen Angelegenheiten werde er allerdings, erklärte er, gemeinsam mit dem Heermeister Ricimer handeln, der namentlich erwähnt wird.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies ist wohl ein Hinweis darauf, dass der Kaiser keine vollumfängliche Kontrolle über die Truppen des Reiches besaß und sich weiterhin mit mächtigen Heerführern wie Ricimer arrangieren musste.
</p><p>Die Lage in Italien war zu seinem Herrschaftsantritt dann auch angespannt. Bereits 457 waren mehrere Heeresgruppen in Italien eingefallen. Eine Bande <a href="Alemannen" class="mw-redirect" title="Alemannen">Alemannen</a> soll Norditalien verwüstet haben, bis sie durch den <i>comes</i> Bauto am <a href="Lago_Maggiore" title="Lago Maggiore">Lago Maggiore</a> zur Schlacht gestellt und besiegt wurde.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bedrohlicher noch waren die Vandalen, die in <a href="Kampanien" title="Kampanien">Kampanien</a> gelandet waren; das Vandalenreich war der größte Stachel im Fleisch Westroms. Die Vandalen hatten sich seit 429 die reichen und strategisch günstig gelegenen Gebiete des einst römischen Nordafrikas einverleibt. Von dort aus konnten sie im gesamten Mittelmeerraum Plünderzüge unternehmen und so auch Rom selbst 455 plündern. Die Rückeroberung Africas sollte dann auch ein zentrales Projekt der Regierung Majorians darstellen, von dessen Umsetzung er zu Beginn seiner Regierung aber noch weit entfernt war. Doch gelang es ihm und seinen Truppen, die Vandalen aus Kampanien zu vertreiben und Italien zu sichern. Um es vor künftigen Angriffen zu sichern, heuerte Majorian zudem Söldner an und stellte zwei neue Flotten zusammen, eine in <a href="Misenum" class="mw-redirect" title="Misenum">Misenum</a>, die andere in <a href="Ravenna" title="Ravenna">Ravenna</a>.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zudem verabschiedete er ein Gesetz, das römischen Bürgern erlaubte, sich zu bewaffnen und sich so im Notfall selbst verteidigen zu können.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In die Anfangsphase seiner Regierung könnte auch die Renovierung und Erweiterung der <i><a href="Rostra" title="Rostra">Rostra</a></i>, der großen Rednertribüne auf dem <i><a href="Forum_Romanum" title="Forum Romanum">Forum Romanum</a>,</i> fallen. Anlass war ein nicht näher bekannter Seesieg über die Vandalen, der aber wahrscheinlich bereits unter Avitus von Ricimer errungen worden war.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gesetzgebung">Gesetzgebung</h3></div>
<p>Ein wichtiges Zeugnis für die Regierung Majorians ist seine Gesetzgebung. Bereits in seiner schon erwähnten ersten Novelle kündigt Majorian eine rege Gesetzestätigkeit an.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Tatsächlich sind aus seiner Regierung zwölf Gesetze bekannt, neun in Gänze erhalten. Eine derartige Fülle an Gesetzen ist für keinen weströmischen Kaiser nach Valentinian III., der wesentlich länger herrschte, überliefert. In der Tradition des <a href="Codex_Theodosianus" title="Codex Theodosianus">Codex Theodosianus</a> ließ Majorian eine eigene Gesetzessammlung erstellen, die seine eigenen Gesetze sowie die Gesetze von Valentinian III. und <a href="Theodosius_II." title="Theodosius II.">Theodosius II.</a> umfassten, die nach dem Codex Theodosianus verabschiedet wurden und deshalb als Novellen bezeichnet werden.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Den Großteil seiner Gesetze erließ Majorian noch vor seinem Aufbruch nach Gallien. Dank der Gesetze kann rekonstruiert werden, dass der Kaiser zu Beginn seiner Herrschaft vor allem in Ravenna residierte. Die zentralen Ziele seiner Gesetzgebung lagen in der Stärkung der staatlichen Strukturen und in dem Beschneiden der Macht einzelner mächtiger Familien. Sie waren darauf ausgerichtet, den weströmischen Staat, vor allem aber dem Kaiser wieder mehr Handlungsmöglichkeiten und Finanzquellen zu verschaffen.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Darüber hinaus propagierten die Gesetze eine Wiederherstellung der alten römischen Sitten und gingen gegen unsittliche Praktiken vor.
</p><p>Seine erste Novelle (<i>De ortu imperii domini Majoriani Augusti</i>) richtet sich an den Senat und stellt eine Art Herrschaftsprogrammatik vor. Die zweite Novelle (<i>De indulgentiis reliquorum</i>) verkündete einen Erlass von Steuerschulden. Die dritte Novelle (<i>De defensoribus civitatum</i>) führt wieder das Amt des <i><a href="Defensor_civitatis" title="Defensor civitatis">defensor civitatis</a></i> in den römischen Städten ein, der die Bevölkerung vor Übergriffen einzelner Mächtiger schützen soll. Eine Besonderheit stellt die vierte Novelle (<i>De aedificiis pubblicis</i>) dar: Hier verbietet Majorian, dass alte Gebäude in der Stadt Rom abgerissen und deren Baumaterial für neue Gebäude verwendet werde. Möglicherweise handelt es sich um eine Reaktion auf seinen Vorgänger Avitus, der die Bronzeverzierungen von den Gebäuden entfernt haben soll, um seine gotischen Truppen zu bezahlen.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die fünfte Novelle (<i>De bonis caducis sive proscriptorum</i>) beschneidet die Möglichkeiten korrupter Provinzstatthalter, Gelder zu hinterziehen.
</p><p>Das berühmteste und umstrittenste Gesetz Majorians stellt die sechste Novelle (<i>De sanctimonialibus vel viduis et de successionibus earum</i>) dar. Hier versucht er, die Erbschaftspraxis der Senatsaristokratie zu regeln und zu verhindern, dass sich ihr Reichtum zu stark auf einzelne Personen fokussiert. So durften Töchter nicht mehr gegen ihren Willen zur Keuschheit gezwungen werden, um sie so von der Erbfolge auszuschließen. Ebenso mussten reiche Witwen unter vierzig Jahren innerhalb von fünf Jahren neu heiraten, vorausgesetzt, sie hatten noch keine Kinder. Mit dem Gesetz griff Majorian tief in die Gewohnheiten der weströmischen Elite ein; das Gesetz scheint dementsprechend unbeliebt gewesen zu sein: Zu den ersten Maßnahmen seines Nachfolgers <a href="Libius_Severus" title="Libius Severus">Libius Severus</a> gehörte es, das Gesetz wieder aufzuheben.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die siebte Novelle (<i>De curialibus et de agnatione vel distractione praediorum et de ceteris negotiis</i>) sollte den Dekurionenstand wieder stärken und mit ihm die lokalen Machtstrukturen des Reiches. Der Text der achten Novelle ist verloren, der Titel (<i>De reddito iure armorum</i>) aber legt nahe, dass sie die Bewaffnung der römischen Bürger erlaubte. Die neunte Novelle <i>(De adulteriis</i>) bekräftigt die Todesstrafe bei Ehebruch. Sowohl Text als auch Titel der zehnten Novelle sind verloren. In der elften Novelle (<i>De episcopali iudicio et ne quis invitus clericus ordinetur vel de ceteris negotiis</i>) wird erlassen, dass niemand gegen seinen Willen zum Kleriker geweiht werden könne. Die zwölfte Novelle ist bis auf den Titel (<i>De aurigis et seditiosis</i>) verloren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Durchsetzung_der_Herrschaft_in_Gallien">Durchsetzung der Herrschaft in Gallien</h3></div>
<p>Majorian wurde zu Beginn seiner Herrschaft in Gallien nicht anerkannt. Die gallorömischen Eliten waren zumeist überzeugte Unterstützer des Avitus gewesen und deshalb wenig geneigt, einen seiner Mörder als Herrscher anzuerkennen. Die gallorömischen Eliten scheinen sich in ihrem Kurs allerdings nicht einig gewesen zu sein. Ein Teil von ihnen versuchte, mit <a href="Marcellus_(Usurpator)" title="Marcellus (Usurpator)">Marcellus</a> erneut einen eigenen Kaiser zu erheben und durchzusetzen.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein anderer Teil suchte Unterstützung im fernen Konstantinopel und erkannte nur Leo I. als legitimen Kaiser an. Dafür spricht eine Inschrift, die nur Leo I. als Konsul des Jahres nennt, aber nicht Majorian.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zudem wurde eine Petition nach Konstantinopel geschickt, die um Steuererleichterung bat und dadurch klar ausdrückte, wem die Eliten kaiserliche Autorität zuerkannten und wem nicht.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Westgoten waren ebenfalls keine Unterstützer Majorians und versuchten, die Schwäche der Reichsregierung auszunutzen, um ihre eigenen Gebiete zu erweitern. So belagerten sie das bedeutende Verwaltungszentrum <a href="Arelate" title="Arelate">Arelate</a> (heute: <a href="Arles" title="Arles">Arles</a>). Zudem war die bedeutende römische Stadt <i>Lugdunum</i> (heute: <a href="Lyon" title="Lyon">Lyon</a>) an die <a href="Burgunden" title="Burgunden">Burgunden</a> gefallen.
</p><p>Majorian marschierte spät im Jahr 458 mit einem Heer aus römischen Soldaten und Foederaten über die Alpen nach Gallien. Seine beiden wichtigsten Unterstützer waren die neu ernannten Heermeister <a href="Nepotianus_(Heermeister)" title="Nepotianus (Heermeister)">Nepotianus</a> und <a href="Aegidius_(Feldherr)" title="Aegidius (Feldherr)">Aegidius</a>. Letzterer erhielt als <i>magister militum per Gallias</i> ein klar gekennzeichnetes Aufgabengebiet als Heermeister von Gallien. Majorian eilte dem belagerten Arelate zur Hilfe und besiegte die Westgoten unter ihrem <i>rex</i> <a href="Theoderich_II." title="Theoderich II.">Theoderich II.</a> in einer Schlacht. In der Folge mussten die Westgoten einen neuen Vertrag (<i>foedus</i>) mit Majorian schließen. Sie gaben ihre Gebietsgewinne in der <a href="Septimania" class="mw-redirect" title="Septimania">Septimania</a> auf und standen dem Kaiser für künftige Feldzüge wieder zur Verfügung.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mithilfe der Westgoten wurde im Anschluss <i>Lugdunum</i> belagert und schließlich erobert. Auch die Burgunder mussten danach einen neuen <i>foedus</i> mit Majorian schließen, in dem ihnen aber auch ein Siedlungsgebiet in der <a href="Sapaudia" title="Sapaudia">Sapaudia</a> gewährt wurde.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zu einem unbekannten Zeitpunkt brach die Usurpation des Marcellus zusammen, doch die Hintergründe sind obskur. Majorian strebte aber keine Bestrafung der gallorömischen Eliten an, sondern suchte die Versöhnung. So bestätigte er ihnen die Steuererleichterungen, die sie von Leo I. ersucht hatten.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sidonius Apollinaris verfasste zu Beginn des Jahres 459 eine Lobrede auf Majorian, die sichtbarer Ausdruck der Versöhnung war. In seiner Rede klagt Sidonius, die weströmischen Kaiser hätten Gallien vernachlässigt, das verwüstet worden sei, während die Kaiser sich hinter ihren hohen Mauern verkrochen hätten. Erst mit Majorian habe sich ein Kaiser wieder um Gallien gekümmert.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Tatsächlich war Majorian der erste Kaiser, mit Ausnahme des Avitus, der Zeit in Gallien verbrachte, seit <a href="Valentinian_II." title="Valentinian II.">Valentinian II.</a> am Ende des vierten Jahrhunderts.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Majorian zeigte sich erfreut über die Rede und verlieh Sidonius den Rang eines <i>comes spectabilis</i>.
</p><p>Die Versöhnung mit den gallorömischen Eliten scheint umfassend gewesen zu sein. Es spricht einiges dafür, dass Majorian in Gallien seinen größten Rückhalt besaß. In den Briefen des Sidonius erscheint er in einem durchgehend positiven Licht und das noch Jahre über seinen Tod hinaus.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach Majorians Hinrichtung brachen die Eliten wieder mit der Reichsregierung in Italien, und Aegidius, der sich nun von Ricimer lossagte, konnte einen eigenen, unabhängigen Machtbereich errichten. Mit <a href="Anthemius" title="Anthemius">Anthemius</a> gelang es nach Majorian nur noch einem einzigen weströmischen Kaiser, Anerkennung in Gallien zu finden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kämpfe_in_Hispanien_und_das_Scheitern_des_Africa-Feldzuges"><span id="K.C3.A4mpfe_in_Hispanien_und_das_Scheitern_des_Africa-Feldzuges"></span>Kämpfe in Hispanien und das Scheitern des <i>Africa</i>-Feldzuges</h3></div>
<p>Nach den Erfolgen in Gallien rückte Hispanien in den Fokus Majorians. Die Halbinsel sollte nicht zuletzt als Ausgangspunkt für die geplante Rückeroberung <i>Africas</i> dienen, die jetzt ernsthaft in Angriff genommen wurde, eine Erwartung, die bereits in der Lobrede des Sidonius deutlich zu spüren ist.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Heermeister Nepotianus führte als erstes eine Streitmacht nach Hispanien. Sein Ziel waren die <a href="Sueben" title="Sueben">Sueben</a>, die den Nordwesten der Halbinsel kontrollierten und die Herrschaft Majorians nicht anerkannten. Der Kampf gegen die Sueben, die bereits durch Kämpfe mit den Westgoten geschwächt waren, zog sich über den Großteil des Jahres 459 hinweg, bis Nepotianus bei <i>Lucus Augusti</i> (heute: <a href="Lugo" title="Lugo">Lugo</a>) einen bedeutenden Sieg errang und in der Folge die Stadt <i>Scallabis</i> in <a href="Lusitania_(Provinz)" title="Lusitania (Provinz)">Lusitania</a> erobern konnte.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Majorian hatte unterdessen seine Truppen gesammelt und marschierte ebenfalls nach Hispanien. Dort soll er an verschiedenen Feldzügen beteiligt gewesen sein, die in den Quellen nicht näher ausgeführt werden und deshalb unscharf bleiben. Seine Operationen sollen allerdings erfolgreich gewesen sein.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So wissen wir von einem feierlichen Einzug in die Stadt <i>Caesaraugusta</i> (heute: <a href="Saragossa" title="Saragossa">Saragossa</a>).<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Schließlich erreichte Majorian 460 die <a href="Carthaginiensis" title="Carthaginiensis">Carthaginiensis</a> im Süden Hispaniens. Im dortigen <i>Portus Illicitanus</i> in der Nähe von <a href="Elche" title="Elche">Elche</a> sammelte er seine Flotte für den Angriff auf <a href="Geiserich" title="Geiserich">Geiserich</a>.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Durch seine Bemühungen hatte er die kaiserliche Autorität auch in Hispanien wiederhergestellt. Gemeinsam mit den Ressourcen aus Gallien und Italien war so wieder erhebliche Macht in der Person des weströmischen Kaisers konzentriert. Diese Ressourcen wurden nun für den geplanten Afrikafeldzug gesammelt, der ungeheuer teuer gewesen sein soll. Der Vandalenkönig Geiserich versuchte, die drohende Gefahr für seine Herrschaft abzuwenden, und ersuchte um Frieden. Majorian lehnte allerdings ab und war entschlossen, sein Restaurationswerk des römischen Reiches fortzusetzen. Geiserich verwüstete daraufhin ganze Landstriche in den von ihm beherrschten Regionen <a href="Mauretanien" title="Mauretanien">Mauretanien</a> und <a href="Numidien" title="Numidien">Numidien</a>. Er ließ Felder niederbrennen und Wasserquellen vergiften, um den weströmischen Invasoren die Versorgung ihrer Truppen zu erschweren. Als entscheidend erwies sich allerdings, dass Geiserich nicht näher beschriebene Verräter im Heer Majorians fand, die sich gegen ihre eigenen Leute wendeten und mehrere Schiffe der Invasionsflotte zerstörten (auch bekannt als <a href="Schlacht_bei_Cartagena_(460)" title="Schlacht bei Cartagena (460)">Schlacht bei Cartagena</a>). Der Schaden war gewaltig, und Majorian dürften die Ressourcen gefehlt haben, die zerstörten Schiffe wiederherzustellen. Er brach das Unternehmen ab und schloss Frieden mit Geiserich, in dem er den <i>status quo</i> anerkannte.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit dem Scheitern der Rückeroberung wurde das Ansehen des Kaisers nachhaltig geschädigt. Die gerade erst aufgekommene Aufbruchstimmung im Weströmischen Reich kippte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rückkehr_nach_Italien_und_Entmachtung"><span id="R.C3.BCckkehr_nach_Italien_und_Entmachtung"></span>Rückkehr nach Italien und Entmachtung</h3></div>
<p>Nach dem Friedensschluss mit Geiserich verließ Majorian Hispanien und kehrte nach Gallien zurück. Er überwinterte in Arelate und verbrachte dort einige weitere Monate. Erst im Juli 461 machte er sich auf den Weg nach Italien. Mit Problemen scheint er nicht gerechnet zu haben, denn er entließ zuvor seine Truppen. Ricimer reiste ihm entgegen, und die beiden trafen sich in Dertona in <a href="Ligurien" title="Ligurien">Ligurien</a>. Dort wandte sich Ricimer plötzlich gegen Majorian: Er beraubte ihn seiner kaiserlichen Insignien und stellte ihn vor ein Militärgericht. Die Einzelheiten sind unklar, doch scheint Ricimer eine Gelegenheit gesehen zu haben, seine eigene Machtstellung auszubauen. Auch in den Reihen der italischen Aristokratie hatte Majorian offenbar an Rückhalt verloren. Das Scheitern der Rückeroberung <i>Africas</i>, die lange Abwesenheit von Italien und nicht zuletzt seine Erbschaftsgesetze dürften ihm viele Feinde eingebracht haben. Das Standgericht verurteilte Majorian zum Tode. Der abgesetzte Kaiser wurde geprügelt und schließlich grausam hingerichtet.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ricimer verbreitete die Geschichte, der Kaiser sei eines natürlichen Todes gestorben.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit <a href="Libius_Severus" title="Libius Severus">Libius Severus</a> bestimmte er nach einigem Zögern einen recht unbekannten italischen Aristokraten zum Nachfolger. Dieser kehrte zum Palastkaisertum zurück und verbrachte seine gesamte Regierung in Italien. Nach antikem und modernem Urteil war er kaum mehr als eine Marionette Ricimers.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mehrere Generäle Majorians weigerten sich, den neuen Kaiser anzuerkennen, und begehrten gegen Ricimer auf. Keiner versuchte allerdings, nach Italien zu marschieren, vielmehr bauten sie ihre regionalen Machtstellungen aus, Aegidius in Gallien, <a href="Marcellinus_(Heermeister)" title="Marcellinus (Heermeister)">Marcellinus</a> in Dalmatien und Nepotianus in Hispanien.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Majorians Hinrichtung beschleunigte so die Desintegration des Weströmischen Reiches und machte jeden Fortschritt zunichte, den der tatkräftige Kaiser zu Lebzeiten erreicht hatte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nachleben_und_Bewertung">Nachleben und Bewertung</h2></div>
<p>Majorian faszinierte die Nachwelt bereits in der Antike. Das ist in Ansätzen schon im Werk des Sidonius Apollinaris zu erkennen, überaus deutlich aber bei dem oströmischen Geschichtsschreiber Prokop, der ihn, wie erwähnt, als „[…] Herrscher, der sämtliche römische Kaiser, die jemals den Thron innehatten, durch gute Eigenschaften aller Art übertraf […]“ bezeichnet.<sup id="cite_ref-Prokop_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-Prokop-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im weiteren Verlauf von Prokops Werk wird Majorian zu einem Helden epischen Formats stilisiert. So erzählt er eine romanhafte Geschichte, in der sich Majorian verkleidet an den Hof des Vandalenkönigs Geiserich einschleicht, um sich einen Eindruck von seinem Gegner zu verschaffen.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch neuzeitliche Gelehrte und Historiker pflegten lange Zeit das Bild von Majorian als tapferen Widerstandskämpfer gegen den unaufhaltbaren Zerfall des Weströmischen Reiches. Der berühmte britische Gelehrte <a href="Edward_Gibbon" title="Edward Gibbon">Edward Gibbon</a> etwa bezeichnet ihn als „[…] großen und historischen Charakter […] in einer entarteten Zeit […]“, der die Ehre der Menschheit rettete.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ganz besonders seine Gesetzgebung hat das Interesse auf sich gezogen. Man sah in Majorian einen großen Reformer, der den dekadenten spätrömischen Staat wieder zur verlorenen Größe von einst führen wollte.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Den Reformbegriff lehnt der Althistoriker Dirk Henning zwar ab und spricht lieber von einer Restauration. Doch auch er schreibt, dass Maiorian sich „[…] die ausführlichsten Gedanken über ein eigenes Verschulden des römischen Staates an seiner Existenzkrise machte […].“<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Dieses Bild stieß aber in der jüngeren Forschung auf Widerstand. So ist für Penny MacGeorge nichts neu an Majorians Gesetzgebung. Sie verweist darauf, dass Majorians Gesetze inhaltlich wenig neues beinhaltet hätten.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Mischa_Meier" title="Mischa Meier">Mischa Meier</a> bezeichnet den Kaiser als „[…] durchaus nicht ungeschickt […]“,<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> doch wirft er ihm vor, die Zeichen der Zeit nicht erkannt zu haben: Allein Majorians Nachfolger Libius Severus sei nicht komplett gescheitert, weil er sich in die politisch machtlose Rolle des Kaisers gefügt habe.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dagegen argumentierte jüngst <a href="Henning_B%C3%B6rm" title="Henning Börm">Henning Börm</a>, der Majorian als einen fähigen Herrscher charakterisiert, dem es schlussendlich im entscheidenden Moment an Schlachtenglück fehlte. Weder waren er und die anderen späten weströmischen Kaiser zwangsläufig machtlos, noch war der Niedergang unaufhaltbar.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Gänzlich verschwunden ist das alte Bild von Majorians als Restaurator in der Forschung nicht. So kommt Fabrizio Oppedisano 2013 in einer Studie zu dem Ergebnis, dass Majorian herrschen wollte wie die alten römischen Kaiser von einst.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Friedrich Anders: <i>Flavius Ricimer. Macht und Ohnmacht des weströmischen Heermeisters in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts</i> (= <i>Europäische Hochschulschriften.</i> Reihe 3: <i>Geschichte und ihre Hilfswissenschaften.</i> Band 1077). Lang, Frankfurt am Main u. a. 2010, ISBN 978-3-631-61264-4, besonders S. 95 ff. (zugleich: Berlin, Humboldt-Universität, Dissertation, 2009).</li>
<li><a href="Henning_B%C3%B6rm" title="Henning Börm">Henning Börm</a>: <i>Westrom. Von Honorius bis Justinian</i> (= <i>Kohlhammer-Urban-Taschenbücher.</i> Band 735). Kohlhammer, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-17-023276-1.</li>
<li>Henning Börm: <i>Schattenkaiser? Handlungsoptionen und Spielräume der letzten weströmischen Kaiser</i>. In: <a href="Timo_Stickler" title="Timo Stickler">Timo Stickler</a>, U. Roberto (Hrsg.): <i>Das Weströmische Reich und seine Erforschung</i>. Stuttgart 2024, ISBN 978-3-17-042086-1, S. 95–113 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.academia.edu/105179588">Digitalisat</a>).</li>
<li>Dirk Henning: <i>Periclitans res Publica. Kaisertum und Eliten in der Krise des Weströmischen Reiches 454/5–493</i> (= <i><a href="Historia_(Zeitschrift)" title="Historia (Zeitschrift)">Historia. Einzelschriften</a>.</i> Band 133). Steiner, Stuttgart 1999, ISBN 3-515-07485-6 (zugleich: Dissertation, Universität Marburg 1998), S. 134–149.</li>
<li>Dirk Henning: <i>CIL VI 32005 und die „Rostra Vandalica“.</i> In: <i><a href="Zeitschrift_f%C3%BCr_Papyrologie_und_Epigraphik" title="Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik">Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik</a>.</i> Band 110, 1996, S. 259–264 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.uni-koeln.de/phil-fak/ifa/zpe/downloads/1996/110pdf/110259.pdf">Digitalisat (PDF; 50 kB)</a>).</li>
<li>Ian Hughes: <i>Patricians and Emperors – The Last Rulers of the Western Roman Empire</i>. Barnsley 2015, ISBN 978-1-84884-412-4, S. 65–96.</li>
<li>Michael Kulikowski: <i>Imperial Tragedy. From Constantine’s Empire to the Destruction of Roman Italy AD 363–569.</i> London 2019, ISBN 978-1-78125-633-6, S. 215–220.</li>
<li>Penny MacGeorge: <i>Late Roman Warlords.</i> Oxford University Press, Oxford u. a. 2002, ISBN 0-19-925244-0, S. 198 ff.</li>
<li>Gerald Edward Max: <i>Majorian Augustus.</i> Madison WI 1975 (Madison WI, Dissertation).</li>
<li>Ralph W. Mathisen: <i>Resistance and Reconciliation. Majorian and the Gallic Aristocracy after the Fall of Avitus</i>. In: <i><a href="Francia_(Zeitschrift)" title="Francia (Zeitschrift)">Francia</a>.</i> Band 7, 1979, S. 597–627 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://francia.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00016282,00613.html">Digitalisat</a>).</li>
<li><a href="Mischa_Meier" title="Mischa Meier">Mischa Meier</a>: <i>Geschichte der Völkerwanderung: Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert n. Chr.</i> C. H. Beck, München 2019, ISBN 978-3-406-73959-0, S. 471–479.</li>
<li>Giovanni Mennella: <i>Una nuova dedica a Maioriano e un probabile corrector Lucaniae et Brittii nel 459.</i> In: <i>Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik.</i> Band 133, 2000, S. 237–242 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.uni-koeln.de/phil-fak/ifa/zpe/downloads/2000/133pdf/133237.pdf">Digitalisat (PDF; 300 kB)</a>).</li>
<li>Fabrizio Oppedisano: <i>L’Impero d’Occidente negli anni di Maioriano</i>. L’Erma Di Bretschneider, Rom 2013, ISBN 978-88-913-028-54.</li>
<li>Michele Rene Salzman: <i>The Falls of Rome. Crises, Resilience and Resurgence in Late Antiquity.</i> Cambridge 2021, ISBN 978-1-107-11142-4, S. 162–166.</li>
<li>Gereon Siebigs: <i>Kaiser Leo I. Das oströmische Reich in den ersten drei Jahren seiner Regierung (457–460 n. Chr.)</i> (= <i><a href="Beitr%C3%A4ge_zur_Altertumskunde" title="Beiträge zur Altertumskunde">Beiträge zur Altertumskunde</a>.</i> Band 276). de Gruyter, Berlin u. a. 2010, ISBN 978-3-11-022584-6 (zugleich: Dissertation, Universität Bonn 2010).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Maiorianus?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Majorian</a></span></b> – Sammlung von Bildern</div>
<ul><li>Ralph W. Mathisen: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://roman-emperors.sites.luc.edu/major.htm">Kurzbiografie (englisch)</a> bei <i><a href="De_Imperatoribus_Romanis" title="De Imperatoribus Romanis">De Imperatoribus Romanis</a></i> (mit Literaturangaben)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkungen">Anmerkungen</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-Prokop-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Prokop_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Prokop_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Prokopios von Caesarea, <i>Historien</i> 3,7,4: ἄξιον δὲ καὶ Μαϊορίνου ἐπιμνησθῆναι, ὃς δὴ πρότερον ἔσχε τὸ ἑσπέριον κράτος. οὗτος γὰρ ὁ Μαϊορῖνος, ξύμπαντας τοὺς πώποτε Ῥωμαίων βεβασιλευκότας ὑπεραίρων ἀρετῇ πάσῃ, τὸ Λιβύης πάθος οὐκ ἤνεγκε πρᾴως, ἀλλὰ στρατιὰν ἐπὶ Βανδίλους ἀξιολογωτάτην ἀγείρας ἐν Λιγούροις ἐγένετο, αὐτὸς τῷ στρατῷ ἐπὶ τοὺς πολεμίους ἐξηγεῖσθαι διανοούμενος. Die deutsche Übersetzung stammt von <a href="Otto_Veh" title="Otto Veh">Otto Veh</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Sidonius Apollinaris, <i>Carmina</i> 5, 108f.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Die Vaterschaft des Domninus ist nicht gesichert und wird in der Forschung weiterhin diskutiert. Vgl. Penny MacGeorge: <i>Late Roman Warlords</i>. Oxford University Press, Oxford 2002, S. 188 für die Argumente für die Vaterschaft und <a href="Arnold_Hugh_Martin_Jones" title="Arnold Hugh Martin Jones">Arnold Hugh Martin Jones</a>, John Robert Martindale, <a href="John_Morris_(Historiker)" title="John Morris (Historiker)">John Morris</a>: <i>Domninus 3</i>. In: <i><a href="The_Prosopography_of_the_Later_Roman_Empire" title="The Prosopography of the Later Roman Empire">The Prosopography of the Later Roman Empire</a></i>. Band 2. Cambridge University Press, Cambridge 1992, S. 373 für die Argumente dagegen.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Sidonius Apollinaris, <i>Carmina</i> 5, 198–227.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Sidonius Apollinaris, <i>Carmina</i> 5, 126–129.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Sidonius Apollinaris, <i>Carmina</i> 5, 305–308.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Sidonius Apollinaris, <i>Carmina</i> 5, 312–314.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Die genaue Position Majorians unter Petronius Maximus ist unbekannt. Zuweilen wurde vermutet, dass er zum <i>magister militum</i> befördert wurde. Da er allerdings nicht mehr zur Aëtius-Fraktion (und somit zu den Verbündeten des neuen Kaisers) gehörte, erscheint das eher unwahrscheinlich. Vermutlich blieb er <i>comes domesticorum</i>. Für die Rolle der Parteiungen am weströmischen Hof vgl. <a href="Henning_B%C3%B6rm" title="Henning Börm">Henning Börm</a>: <i>Westrom. Von Honorius bis Justinian</i>. 2. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2018, vor allem S. 105–111.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Priskos, Fragment 30,1 (= <a href="Johannes_von_Antiochia_(Historiker)" title="Johannes von Antiochia (Historiker)">Johannes von Antiochia</a>, Fragment 201,6) für den Tod des Maximus. Nach einer alternativen Fassung bei <a href="Jordanes" title="Jordanes">Jordanes</a>, <i>Getica</i> 235, wurde er nicht von einem wütenden Mob, sondern von einem Soldaten namens Ursus getötet. Der generelle Verlauf bleibt aber der gleiche.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Henning Börm: <i>Westrom. Von Honorius bis Justinian</i>. 2. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2018, S. 111f.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Dirk Henning: <i>Periclitans res publica. Kaisertum und Eliten in der Krise des Weströmischen Reiches 454/5 – 493 n. Chr.</i> Steiner, Stuttgart 1999, S. 122–134.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Johannes von Antiochia, Fragment 202.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Henning Börm: <i>Westrom. Von Honorius bis Justinian</i>. 2. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2018, S. 117.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gereon Siebigs: <i>Kaiser Leo I. Das oströmische Reich in den ersten drei Jahren seiner Regierung (457–460 n. Chr.)</i>. De Gruyter, Berlin 2010, S. 796–801. Dort auch ein Überblick über die Forschungsdiskussion.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Gereon Siebigs: <i>Kaiser Leo I. Das oströmische Reich in den ersten drei Jahren seiner Regierung (457–460 n. Chr.)</i>. De Gruyter, Berlin 2010, S. 254–258. Siehe auch <a href="Joachim_Szidat" title="Joachim Szidat">Joachim Szidat</a>: <i>Usurpator tanti nominis: Kaiser und Usurpator in der Spätantike</i>. Steiner, Stuttgart 2010, S. 283–286 für das Vortäuschen der Anerkennung in der Spätantike allgemein.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Fabrizio Oppedisano: <i>L’ impero d’occidente negli anni die Maioriano</i>. L’Erma Di Bretschneider, Rom 2013, S. 125–132.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Wegweisend für die kommunikative Funktion von Gesetzen in der Spätantike sind die Arbeiten von <a href="Sebastian_Schmidt-Hofner" title="Sebastian Schmidt-Hofner">Sebastian Schmidt-Hofner</a>, siehe vor allem <i>Ostentatious Legislation – Law and Dynastic Change, AD 364-365</i>. In: <a href="Johannes_Wienand" title="Johannes Wienand">Johannes Wienand</a> (Hrsg.): <i>Contested Monarchy – Integrating the Roman Empire in the Fourth Century AD</i>. Oxford University Press, Oxford 2015, S. 67–99.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Das wiederum ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil die Stadt Rom im fünften Jahrhundert als Kaiserresidenz wieder an Bedeutung gewonnen hat, siehe dafür Andrew Gillet: <i>Rome, Ravenna, and the Last Western Emperors</i>. In: <i>Papers of the British School at Rome</i> 69 (2001), S. 131–167, für Majorian besonders S. 150f.; Majorians Bezug zur Stadt Rom bespricht zudem Michele Renee Salzman: <i>Emperors and Elites in Rome after the Vandal Sack of 455.</i> In: <i>Antiquite Tardive 25</i> (2017), S. 249–252.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Henning Börm: <i>Westrom. Von Honorius bis Justinian</i>. 2. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2018, S. 117. Für die Sonderrolle Majorians als heerführender Kaiser siehe auch Jeroen W. P. Wijnendaele: <i>Generalissimos and Warlords in the Late Roman West.</i> In: Nãco del Hoyo, López Sánchez (Hrsg.): <i>War, Warlords and Interstate Relations in the Ancient Mediterranean.</i> Leiden 2018, S. 429–451 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.academia.edu/35468451/2018_Generalissimos_and_Warlords_in_the_Late_Roman_West_In_%C3%91aco_del_Hoyo_and_L%C3%B3pez_S%C3%A1nchez_eds_War_Warlords_and_Interstate_Relations_in_the_Ancient_Mediterranean_Brill_corrected_proofs_pdf">Digitalisat</a>), besonders S. 429f.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Novella Maioriani</i> I: „Erit apud nos cum parente patricioque nostro Ricimere rei militaris pervigil cura. Romani orbis statum, quem communibus excubiis et ab externo hoste et a domestica clade liberavimus, propitia divinitate servemus.“</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Sidonius Apollinaris, <i>Carmina</i> 5, 373–385.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Sidonius Apollinaris, <i>Carmina</i> 5, 385–442.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <i>Novella Maioriani</i> VIII.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Dirk Henning: <cite style="font-style:italic">CIL VI 32005 und die „Rostra Vandalica“</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik</cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>110</span>, 1996, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>259–264</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.uni-koeln.de/phil-fak/ifa/zpe/downloads/1996/110pdf/110259.pdf">PDF</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Majorian&rft.atitle=CIL+VI+32005+und+die+%E2%80%9ERostra+Vandalica%E2%80%9C&rft.au=Vgl.+Dirk+Henning&rft.date=1996&rft.genre=journal&rft.issue=110&rft.jtitle=Zeitschrift+f%C3%BCr+Papyrologie+und+Epigraphik&rft.pages=259-264" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Novella Maioriani</i> I: „Erit apud nos cum parente patricioque nostro Ricimere rei militaris pervigil cura. Romani orbis statum, quem communibus excubiis et ab externo hoste et a domestica clade liberavimus, propitia divinitate servemus.“</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Detlef_Liebs" title="Detlef Liebs">Detlef Liebs</a>, <i>Die Jurisprudenz im spätantiken Italien (260-640 n. Chr.)</i>, Berlin 1987, S. 188–190.</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Fabrizio Oppedisano: <i>L’ impero d’occidente negli anni die Maioriano</i>. L’Erma Di Bretschneider, Rom 2013, S. 208–212.</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Für den möglichen Bezug zu Avitus siehe Michele Renee Salzman: <i>Emperors and Elites in Rome after the Vandal Sack of 455.</i> In: <i>Antiquite Tardive 25</i> (2017), S. 250f.</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <i>Novella Libi Severi</i> I.</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Sidonius Apollinaris, <i>Epistulae</i> 1.11.6. Siehe dazu Dirk Henning: <i>Periclitans res publica. Kaisertum und Eliten in der Krise des Weströmischen Reiches 454/5 – 493 n. Chr.</i> Steiner, Stuttgart 1999, S. 138f.; Michael Kulikowski: <i>Marcellinus of Dalmatia and the Fall of the Western Empire</i>. In: <i>Byzantion</i> 72 (2002), S. 182f., und Fabrizio Oppedisano: <i>L’ impero d’occidente negli anni die Maioriano</i>. L’Erma Di Bretschneider, Rom 2013, S. 91–96.</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <i><a href="Corpus_Inscriptionum_Latinarum" title="Corpus Inscriptionum Latinarum">Corpus Inscriptionum Latinarum</a></i> XIII, 2363.</span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Gregor_von_Tours" title="Gregor von Tours">Gregor von Tours</a>, <i>miraculorum libri</i> 8,65.</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Hydatius_von_Aquae_Flaviae" title="Hydatius von Aquae Flaviae">Hydatius von Aquae Flaviae</a>, <i>Continuatio Chronicorum Hieronymianorum</i> 197 und Gregor von Tours, <i>Historia Francorum</i> 2,11.</span>
</li>
<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Priskos, Fragment 27 (= <i>Excerpta de Legationibus</i> 11)</span>
</li>
<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Sidonius Apollinaris, <i>Carmina</i> 5, 575–584.</span>
</li>
<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Sidonius Apollinaris, <i>Carmina</i> 5, 354–360.</span>
</li>
<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Joachim Szidat, <i>Gaul and the Roman Emperors of the Fourth Century</i>. In: Johannes Wienand (Hrsg.): <i>Contested Monarchy. Integrating the Roman Empire in the Fourth Century AD</i>. Oxford 2015, S. 121.</span>
</li>
<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe beispielsweise die günstige Darstellung Majorians in Sidonius Apollinaris, <i>Epistulae</i> 1, 11, der hier allerdings zugleich bezeugt, dass Spottschriften über Majorian kursierten und Sidonius selbst verdächtigt wurde, eine solche verfasst zu haben. Vgl. für die Beziehung von Majorian zu den gallorömischen Eliten Dirk Henning: <i>Periclitans res publica. Kaisertum und Eliten in der Krise des Weströmischen Reiches 454/5 – 493 n. Chr.</i> Steiner, Stuttgart 1999, S. 134–149.</span>
</li>
<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Sidonius Apollinaris, <i>Carmina</i> 5, 129-131.</span>
</li>
<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Hydatius von Aquae Flaviae, <i>Continuatio Chronicorum Hieronymianorum</i> 201. Siehe dazu Roger Collins: <i>Visigothic Spain, 409–711</i>. Blackwell 2004, S. 32.</span>
</li>
<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Priskos, Fragment 36,2 (= Johannes von Antiochia, Fragment 203).</span>
</li>
<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Roger Collins: <i>Visigothic Spain, 409–711</i>. Blackwell 2004, S. 32.</span>
</li>
<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Hydatius von Aquae Flaviae, <i>Continuatio Chronicorum Hieronymianorum</i> 200.</span>
</li>
<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <i>Chronica gallica anno 511</i>, 634; Hydatius von Aquae Flaviae, <i>Continuatio Chronicorum Hieronymianorum</i> 200 sowie Priskos, Fragment 27 und 203.</span>
</li>
<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Priskos, Fragment 36,2 (= Johannes von Antiochia, Fragment 203).</span>
</li>
<li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text">Das spiegelt sich noch bei Prokop wider, vgl. Prokopios von Caesarea, <i>Bellum Vandalicum</i> 1.7.14.</span>
</li>
<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Henning Börm: <i>Westrom. Von Honorius bis Justinian</i>. 2. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2018, S. 119.</span>
</li>
<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text">John Michael O’Flynn: <i>Generalissimos of the Western Roman Empire</i>. University of Alberta Press, Alberta 1983, S. 111.</span>
</li>
<li id="cite_note-49"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-49">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Prokopios von Caesarea, <i>Bellum Vandalicum</i> 7,4–13.</span>
</li>
<li id="cite_note-50"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-50">↑</a></span> <span class="reference-text">Edward Gibbon, <i>The History of the Decline and Fall of the Roman Empire</i>, Chapter XXXVI, „Total Extinction Of The Western Empire“: Majorian „[…] presents the welcome discovery of a great and heroic character, such as sometimes arise, in a degenerate age, to vindicate the honour of the human species.“</span>
</li>
<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Arnold H. M. Jones: <i>The later Roman empire 284 – 602: a social economic and administrative survey</i>. Band 1. Johns Hopkins University Press, Oxford 1964, S. 241 und <a href="Alexander_Demandt" title="Alexander Demandt">Alexander Demandt</a>: <i>Geschichte der Spätantike: das Römische Reich von Diocletian bis Justinian 284-565 n. Chr.</i> C. H. Beck, München 2007², S. 207.</span>
</li>
<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text">Dirk Henning: <i>Periclitans res publica. Kaisertum und Eliten in der Krise des Weströmischen Reiches 454/5–493 n. Chr.</i> Steiner, Stuttgart 1999, S. 269.</span>
</li>
<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Penny MacGeorge: <i>Late Roman Warlords</i>. Oxford University Press, Oxford 2002, S. 202.</span>
</li>
<li id="cite_note-54"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-54">↑</a></span> <span class="reference-text">Mischa Meier: <i>Die Geschichte der Völkerwanderung: Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert n. Chr.</i> C. H. Beck, München 2019, S. 476.</span>
</li>
<li id="cite_note-55"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-55">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Mischa Meier: <i>Die Geschichte der Völkerwanderung: Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert n. Chr.</i> C. H. Beck, München 2019, S. 478.</span>
</li>
<li id="cite_note-56"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-56">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Henning Börm: <i>Schattenkaiser? Handlungsoptionen und Spielräume der letzten weströmischen Kaiser</i>. In: <a href="Timo_Stickler" title="Timo Stickler">Timo Stickler</a>, Umberto Roberto (Hrsg.): <i>Das Weströmische Reich und seine Erforschung</i>, Stuttgart 2024, S. 95–113, bes. 105f.</span>
</li>
<li id="cite_note-57"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-57">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Fabrizio Oppedisano: <i>L’ impero d’occidente negli anni die Maioriano</i>. L’Erma Di Bretschneider, Rom 2013, bes. 119–124, 208–212 und 273–278.</span>
</li>
</ol>
<table class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1" style="border-collapse:collapse; border-style:solid; margin-top: 1em; text-align:center; width:100%;"><tbody><tr style="vertical-align:bottom;"><th style="width:35%;">Vorgänger</th><th style="width:30%;">Amt</th><th style="width:35%;">Nachfolger</th></tr><tr style="vertical-align:top;"><td class="rahmenfarbe1" style="border-style:solid none; line-leight:120%;"><a href="Avitus" title="Avitus">Avitus</a></td><td class="rahmenfarbe1" style="border-style:solid none; line-leight:120%;"><span style="font-weight:bold;"><a href="Westr%C3%B6misches_Reich#Liste_der_weströmischen_Kaiser" title="Weströmisches Reich">Weströmischer Kaiser</a></span> <br>457–461</td><td class="rahmenfarbe1" style="border-style:solid none; line-leight:120%;"><a href="Libius_Severus" title="Libius Severus">Libius Severus</a></td></tr></tbody></table>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-p" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
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